
Die geothermische Energie, die aus der natürlichen inneren Wärme der Erde stammt, bereichert das Feld der erneuerbaren Energien als eine kontinuierliche und nahezu unbegrenzte Energiequelle.
Diese Energieform wird vom Erdmantel, der Erdkruste und dem Erdkern gespeichert und fließt ständig von den tiefen, sehr heißen Zonen zur Erdoberfläche. Dieser konstante Erdwärmefluss sorgt für eine ununterbrochene Energieerzeugung.
Eine besonders bekannte Form geothermischer Energie sind die Heilquellen – das Thermalwasser, das aufgrund seiner wohltuenden Wirkung sehr geschätzt wird.
Was bietet geothermische Energie?
Man könnte auch fragen: Was bietet sie nicht…?
Der Wert und die Wettbewerbsfähigkeit der geothermischen Energie basieren auf der Größe der verfügbaren Ressourcen, dem Preis anderer Energieträger sowie der Unabhängigkeit von Jahres- und Tageszeiten.
Besonders hervorzuheben ist ihre Umweltfreundlichkeit, denn im Vergleich zu fossilen Energieträgern ist die geothermische Energie äußerst emissionsarm und trägt somit zu einer besseren Luftqualität bei.
Wie gewinnt man geothermische Energie aus der Erde?
In Österreich liegt die Bodentemperatur in 10-20 Metern Tiefe bei etwa 14 °C. Durch Brunnenbohrungen kann man das Wasser an die Oberfläche bringen, das dann von der ATES-Wärmepumpe abgekühlt wird (sie entzieht der natürlichen Erdwärme etwa 4-5 °C).
Dafür sind zwei Brunnen (ein Brunnenpaar) erforderlich: Einer dient als Förder- oder Zuführbrunnen, der andere als sogenannter Schluckbrunnen.
Die so gewonnene geothermische Energie (die erwähnten 4-5 °C) wird von der ATES-Kompressor-Wärmepumpe auf 30 °C bis 60 °C erhitzt – für diese Erwärmung wird elektrischer Strom benötigt.
COP-Wert – keine Hexerei!
Der Wirkungsgrad (COP-Wert) zeigt, wie viel Strom für die Erzeugung von Heizenergie nötig ist. Bei einer Vorlauftemperatur von 35 °C bedeutet ein COP von 6, dass mit 1 kWh Strom 6 kWh Heizenergie erzeugt werden. Bei 50 °C Vorlauftemperatur produziert die ATES-Wärmepumpe mit 1 kWh Strom 4 kWh Heizenergie.
Wenn der COP 6 beträgt, ist der Stromverbrauch 1 kWh und die geothermische Energie 5 kWh – Energie geht nicht verloren, sie wird nur umgewandelt.
Kurz gesagt: Entweder man bohrt 1200-1500 m tief nach Thermalwasser (was sehr teuer ist) oder man nutzt die ATES-Wärmepumpe, die bereits aus 13 °C warmem Brunnenwasser heizen und sogar kühlen kann.
Je näher an der Oberfläche, desto wirtschaftlicher die Gewinnung!
Ein kleiner Physik-Kurs: Nach dem Grundgesetz der Wärmeleitung steigt die Temperatur der Erdkruste mit der Tiefe (ca. 30 °C pro Kilometer). Parallel dazu nimmt der Energiegehalt einer bestimmten Stoffmenge zu.
Jedem Gebiet wird ein sogenannter geothermischer Gradient zugeordnet, der zeigt, wie stark die Temperatur mit zunehmender Tiefe ansteigt.
Dieser geothermische Gradient variiert je nach Region auf der Erde.
Österreich könnte im Bereich der geothermischen Energie für Haushalte führend sein!
Unsere natürlichen Bedingungen sind sehr günstig für die Gewinnung von Erdwärme.
Grund dafür ist die dünne Erdkruste im Alpenraum – die Erdkrustendicke hier beträgt etwa die Hälfte des weltweiten Durchschnitts, während der geothermische Gradient das Doppelte des globalen Mittelwerts erreichen kann!
Das bedeutet, dass in Österreich die Bodentemperatur schon in 10-20 m Tiefe bei 13-14 °C liegt.
Wir nutzen das Potenzial nicht ausreichend…
Unter dem österreichischen Boden finden sich ca. 30.000 MW thermische Energie, womit Österreich beim globalen Vergleich an zweiter Stelle liegt.
Es erscheint unverständlich, dass dennoch nur rund 0,28 % des gesamten Energieverbrauchs aus geothermischer Energie gedeckt werden, während Länder mit der höchsten Ausbeute – die USA und die Philippinen – jährlich bis zu 22.000 MW aus ihren Ressourcen gewinnen.
Das ist eine wirklich erschreckende Unterausnutzung, nicht wahr?!
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Ab 2016 stehen wieder 5 Milliarden Forint nicht rückzahlbare Zuschüsse für private Eigenheimbesitzer bereit, die erfolgreich Heizungsmodernisierung und Fenstertausch beantragen.
Für weitere Informationen besuchen Sie die Website: Das Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort